grün rockt

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Im Mai 2012 hatte die Bezirkspfadistufe eine schwierige Aufgabe zu lösen.

Wolfgang aus dem Pfadfinderarbeitskreis war verschwunden und es galt ihn wohlbehalten wiederzufinden. Die Pfadis hatten einen Tag Zeit im Raum Mönchengladbach nach Hinweisen zu suchen und der Lösung auf die Spur zu kommen.

Belohnt wurden sie mit Wolfgang und leckerem Grillfleisch oder Grillkäse. Aber hier erst einmal die Story und die drei Versionen des Wiederauftauchens von Wolfgang.

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Stefan, Michaela und Christoph wollten dem Rätsel auf die Spur gehen und fuhren mit dem Bus bis zur Haltestelle… Dort stiegen sie aus und das Abenteuer nahm seinen Lauf. Aber lasst und von vorne beginnen.

Stefan wachte an einem sonnigen Samstagmittag auf (immer diese Spätaufsteher) und kochte sich seine obligatorische Tasse Kaffee. Dann schlenderte er gemütlich zum Briefkasten und entnahm seine Post.

Ein seltsamer Brief fiel ihm sofort in den Blick und machte ihn neugierieg. Im selben Moment klingelte das Telefon. Michaela war am anderen Ende und schien ganz aufgeregt zu sein.

„Guten Morgen, Stefan. Hat Christoph dich schon erreicht? Er hat mich gerade angerufen. Wir müssen uns treffen!“

„Was ist denn los? Jetzt mal langsam und atme erst mal durch.“

„Also, heute ist doch unser Arbeitskreistreffen und Wolfgang ist spurlos verschwunden! Gestern abend waren Christoph und Wolfgang einen Trinken und haben schon mal über das heutige Treffen philosophiert, du weißt schon! Dann hat Christoph heute Morgen einen Blitzeinfall gehabt und wollte Wolfgang davon berichten. Er versuchte es auf dem Festnetztelefon. Nichts! Dann auf dem Handy! Nichts!  Und als er bei seinen Eltern anrief, meinten diese, er wäre gar nicht nach Hause gekommen. Christoph ist schon aufgebrochen und fährt gerade zu ihm nach Hause, um zu schauen, ob etwas passiert ist.“

Stefan ist etwas irritiert. Nein, Christoph hatte sich bisher noch nicht gemeldet und eigentlich war doch gar nichts Verwerfliches daran, das Wolfgang noch verkatert in seinem Bett lag, oder?

„Na, warte mal, hab ich das richtig verstanden? Christoph und Wolfgang waren gestern zusammen unterwegs? Dann liegt Wolfgang sicher noch schnarchend im Bett und hat die ganze Aktion verpennt.“

„Nein, so ist es nicht.“ Michaela konnte nicht verstehen, wie Stefan so gelassen bleiben konnte. „Christoph hat Wolfgang gestern noch nach Hause gebracht und heute ist er weg. Das ist sehr untypisch für ihn.“

„Ich finde, wir sollten die Pferde nicht scheu machen, vielleicht ist er ja auch nur Brötchen holen!“

„Das glaube ich auch nicht. Wieso sagen seine Eltern denn, er wäre gar nicht nach Hause gekommen? Und im Gegensatz zu dir, sind die beiden Frühaufsteher. Komm du mal in die Puschen und dann treffen wir uns um 10 Uhr am BiPi Haus mit Christoph und besprechen was wir machen.“

„Ihr macht euch immer einen Kopf?!“

„Ja sicher, es ist halt sehr merkwürdig! So und jetzt bis gleich!“

Michaela legte auf und Stefan widmete sich in aller Ruhe wieder seiner Tasse Kaffee.

„Hey, da seid ihr ja schon. Ich war gerade bei Wolfgang, habe ihn aber nicht angetroffen. Ich hoffe, wir finden ihn und es ist nichts passiert.“

Michaela: „Ja, das hoffe ich auch, Was habt ihr denn gestern Abend noch getrieben?“

„Wir haben rum gesponnen und über eine Pfadiaktion dieses Jahr nachgedacht. So ne Sache für den ganzen Bezirk. Wollten uns dazu noch in MG umschauen und mal gucken, was man da alles so machen kann?! Motto haben uns auch schon aüberlegt und wir sind bei „Grünrockt“ hängen geblieben. Und dazu hab ich bei ihm vor der Türe auch etwas merkwürdiges gefunden. Hier schaut mal.“

Christoph hält einen kleinen Zettel in der Hand , den jetzt alle anstarren.

„Schaut mal die komischen Zahlen auf der Rückseite, könnt ihr Beide was damit anfangen? Ihr macht doch so Geocaching Zeugs, oder?“

Stefan schaut genauer hin: „Hm, ja, sieht aus wie GPS Koordinaten. Na dann sollten wir uns mal dorthin begeben, vielleicht finden wir vor Ort weitere Informationen, oder was meint ihr?“

Gemeinsam beschließen die Drei der heißen Spur zu folgen.

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3 verschiedene Fortsetzungen der Geschichte  von den Gruppen des Lagers „Grün rockt 2012“

Teil 1

Sie wussten, dass sie alleine nicht weiter kommen würden, sodass sie sich Hilfe bei den umliegenden Stämmen holten. Die Menschenmassen teilten sich in drei Gruppen auf, um eine effektivere Suche zu starten. Sie fuhren in jedes kleine Kaff, bis sie schließlich im großen, wunderschönen, sonnenerfüllten Otzenrath ankamen. Dort fanden sie Wolfgang. Er war glücklich wie nie, hatte einen perfekten Schlachtplan für die Pfadiaktion „Grün rockt“ erfunden. Und freute sich die Pfadis zu sehen. Die Aktion lief perfekt ab und alle hatten viel Spaß.  Und wenn sie nicht verschollen sind, dann rocken sie noch heute.

Teil 2

Als sie der heißen Spur folgten, kamen sie am Schloß Rheydt an, wo sie eine Textnachricht fanden, die sie zur Bahnhaltestelle Hochneukirch führen sollte. Dort kam ein Mann, der sie mit einer Wasserpistole bedrohte. Auf einmal sprang eine Gummiente aus dem Gebüsch und verscheuchte den Mann mit der Wasserpistole. Als Dankeschön gaben sie ihm ihre Socken. Am Abend bestellten sie bei einer Pizzeria eine Pizza. Als nach einer halben Stunde der Pizzalieferant noch nicht da war, gingen sie ihn suchen. Sie fanden ihn gefangen mit Handschellen an einem Laternenmast. Sie öffneten das Schloss der Handschellen mit ihren Haarspangen. Sie gingen mit den Pizzen nach Hause. An der Wohnungstür war mit einem Pflaster eine SD-Karte befestigt. Auf der SD-Karte war eine Botschaft von Wolfgang, dass er am Morgen wieder zurückkommt. Am nächsten Morgen war Wolfgang dann wieder da und alles war gut.

Teil 3

Michaela schnappte sich ihr GPS-Gerät und gab die Daten ein und es ging auf in Richtung Norden. Christoph und Stefan waren misstrauisch, ob das nicht alles ein Zufall war. Doch das Gegenteil bestätigte sich am ersten Standpunkt. Es war ein Gullideckel. Einer, dessen Gestell aus Stangen war. Doch das war nicht der Grund, warum Michaela, Christoph und Stefan geschockt waren. Um eine Stange herum hingen enge Leopardenhandschellen. Die Seite, die nicht am Gullideckel befestigt war, war aufgebrochen und etwas Blut, das schon getrocknet war, klebte an den Haken. „Das ist nicht etwa sein Blut, oder?“ sagte Michaela geschockt. „Nein, das ist Menstruationsblut von einer Kanalratte“ , entgegnete Christoph grinsend. Stefan entdeckte wenige Meter weitere Wolfgangs gepunktete, alte Krawatte vom Vorabend, die er eigentlich schon längst wegschmeißen wollte. Darauf war ein Kußmund zu sehen. Auf der Rückseite stand eine Nummer und „Ruft mich an“
„Was machen wir denn jetzt?“  fragte Christoph schon etwas verzweifelt. „Natürlich anrufen“, entgegnete Micky sofort. „Na gut, wir müssen es probieren!“ Stefan wählte die Nummer. Eine tiefe Männerstimme hebt ab. „Hallo? Ihr habt die Krawatte eures Freundes also gefunden. Er vergnügt sich hier bei uns ein wenig. Euren nächsten Schritt müsst ihr euch gut überlegen.“  Man hört unterdrückte Schreie im Hintergrund. Stefan hielt erschrocken die Luft an. „Ah, das war übrigens euer Freund. Wir enthaaren ihm gerade erst mal die Beine mit Kaltwachsstreifen. Wenn ihr ihn wiederhaben wollt, müsst ihr für uns einen Deal abschließen und den Schlüssel zu unserem Haus finden. Den Stoff, den ihr uns bringen sollt, erhaltet ihr in der Pizzeria Ciao. Sagt einfach das Codewort „Plastikdelfin“, dann weiß der Italiener Bescheid.“ „Aber…“ setzt Stefan an,  doch man hört nur noch das TUUT, TUUT, TUUT…
Seltsam, warum sollte jemand Wolfgang kidnappen, nur um Drogen zu bekommen?!
Angekommen an der Pizzeria sehen die Drei einen eingefallenen, mit Narben versehenen Mann. Stefan geht als einziger hinein. Der Mann schaut ihn aus seinen blauen Augen an. „Plastikdelfin“, sagt Stefan eiskalt und mit harter Stimme. Der Mann nahm eine Plastiktüte mit Mehl und stopfte sie in eine blaue Socke, die er sich vorher vom Fuß gerissen hatte. Der Gestank verpestete den ganzen Raum. „Ein Geschenk unter Freunden“ , flüsterte er verführerisch mit italienischem Akzent und legte ihm eine Weinflasche und einen Schlüssel in die Hand. Stefan behielt die Schlüssel doch gab ihm die Weinflasche wieder zurück. „Darauf komm ich später wieder zurück“, hauchte er und verschwand, nachdem er ihm noch einmal zuzwinkerte. An dem Schlüsselbund befand sich ein Zettel mit einer Adresse. Sie machten sich sofort auf den Weg um Wolfgang zu befreien. Die Adresse führte zu  einem verlassenen Pub. Christoph nahm den Schlüssel und steckte ihn in das Schloss. Er rüttelte ihn hin und her. Es funktionierte nicht. Mit einem heftigen Ruck brach der Schlüssel ab. „OH SCHEISSE“ schrie Michaela. Christoph hatte eine Idee. Er nahm Michaelas Haarspange, steckte sie in das Schloss und … es war offen! Der Mafiosoboss stand vor der Tür. Michaela streckte ihm die Tüte hin. Kritisch nahm er sie an, nahm sie entgegen, öffnete sie, schnupperte und murmelte: „ Mamma mia.. So eine gute Mehl habe isch nie gerochen. Fantastico!“ Er verschwand kurz und kam mit Wolfgang wieder. Es klebten noch ein paar Kaltwachsstreifen an seinen Beinen. Michaela, Christoph und Stefan liefen freudestrahlend auf ihn zu. Er torkelte hin und her und lallte: „Echte Fründe stonn z´samme..“
„Wolfgang wir haben kein Karneval mehr!“

HAPPY END!!!!!!

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Eine weitere Aufgabe war das Erfinden eines Lagersongs.

Zwei wirklich gelungene Lieder stellen wir euch auch noch vor.

Lieder zu Grün rockt

(Melodie „How many roads“ von Bob Dylan)

How many roads must a scout walk down
before you can call him a scout

How many scouts must be in a camp
before it will be cool

Yes and how many times must we search Wolfgang
before we would find him

The answer my scout is burning in the fire
the answer is burning in the fire

Yes and how many years can a tent stand
before it flys away

How many times must we say Pfadfinder
before this song will end

How many times must we rock this song
before we can go in the sleeping bags

The answer my scout is burning in the fire
the answer is burning in the fire

 

(Melodie zu “Junge” von Die Ärzte)

Green rules

Oh liebe Pfadis
Warum tragt ihr alle Grün!
Schaut euch den Wolfgang an
der hat ein graues Halstuch!

Warum macht ihr keine kleine Reise durch die Stadt
um ihn wiederzufinden
wie es sich so gehört

Pfadis.. und wie ihr wieder rumlauft
die Kluft guckt aus der Hose,
man kann es nicht mehr sehen
was solln die Leiter denken?
und immer das Gemecker
you can not move like Jagger
das hat doch keinen Stil

Mit Stage Diving, Lagerfeuer und Singstar klang der Abend dann aus und wir freuen uns auf das nächste PfadiWochenende!!!

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